Zitiert
Gute Unterhaltung!
(Aus Rücksicht auf die Firmenleiter etc. werden bloßstellende Nennungen vermieden und Telefonnummern geschwärzt.)
Historiker: „'Das Lachen eines Kindes ist wie ein Stück des Himmels.' - Welcher Dichter hat das geschrieben? - Ah ja, steht ja eh da: Joseph Dirnbeck. - Hat der nicht auch den Text der steirischen Landeshymne geschrieben?“
Dirnbeck (mit Schmäh): “Kann mich nicht erinnern, dass ich den auch geschrieben hätte!“
Historiker: „Ach, dieser Spruch stammt von Ihnen?! - Gefällt mir! - (in Französisch): Compliment!“
Dirnbeck trifft Patrick Rosenzopf, einen altbekannten, jungen, rührigen und sehr pfiffigen Mitarbeiter von Orange in der Grazer Sackstraße.
Dirnbeck (erstaunt): „Wie gibt's denn das?! Ich hab' dir ja gar kein's gegeben!“
Rosenzopf: „Meine Mutter hat sie nach Hause 'bracht! Die sind am Tisch g'legen, da hab ich sie g'fragt: 'Von wem hast denn die her?!' Da hat sie g'sagt: 'Ein Mann hat so liab g'fragt: 'Gnädige Frau, darf ich Ihnen ein Lesezeichen schenken?' Da hab' ich gleich zwei genommen...'“
Dirnbeck: „Liab g'fragt?! Ist ja süüß!“
Rosenzopf (ernstlich): „Joseph, du musst wissen, deine Freundlichkeit ist dein großes Kapital! - Übrigens, meiner Mutter hab' ich natürlich g'sagt, dass ich den 'Typen' kenn'. Da hat sie g'schaut...!"
Dirnbeck verschenkt im Gehen nebenher Lesezeichen in der Grazer Herrengasse.
Eine ältliche Dame tritt auf, die offensichtlich schon von uns gehört hat.
Dame: „Ist das vom Dirnbeck?“
Dirnbeck (total perplex): „Ja, ist es!“
Dame (neugierig): „Und wo ist der Dirnbeck jetzt...??“
Dirnbeck (leicht verlegen): „Das bin ich selber...“
Dame (ungläubig): „Jetzt hören S' aber auf...!“
Dirnbeck (kleinlaut, doch gewitzt): „Gnädige Frau, ich weiß auch nicht, aber heute Morgen war ich's noch...“
Scherz beiseite: Man nimmt offenbar an, man müsse abgehoben sein, wenn man mehrfach ausgezeichnet ist. Wir sind geerdet, ohne Allüren und stets bei der Sache.
Joseph Dirnbeck versucht einem Firmenboss die Grundzüge der „Poesie des Herzens“ zu erläutern.
Dirnbeck: „Wie kommen Sie drauf? Wir wollen überhaupt kein Geld!“
Firmenleiter (süffisant): „Ach, Sie sind der Einzige, der kein Geld will!!“ (interessiert) „Gut, wenn Sie kein Geld wollen, dann lassen Sie hören ...“
Dirnbeck: „Herr Khil, könnten Sie uns bitte noch eine Tranche an Lesezeichen, wie das letzte Mal so 1500 bis 2000 drucken? Die letzten sind doch weggegangen wie die warmen Semmeln. Ich meine, warme Semmeln waren ja regelrecht Ladenhüter dagegen. - Übrigens, weil die Leute geglaubt haben, ich hätte den Spruch irgendwo abgeschrieben, habe ich zusätzlich noch 200 Sprüche für die Lesezeichen geschrieben.“
Auch Manager sind zur Begeisterung fähig
Dirnbeck: „So weit wir wissen, nein.“
Managerin Novak: „Naja, das ist auch Ihrer Ausstrahlung und Begeisterungsfähigkeit zu verdanken!“
Dirnbeck (wiegelt ab): „Halb so wild!“
Managerin Novak (beharrend): „Nein, nein, das muß man schon auch einmal sagen …!“
Dirnbeck lädt Managerin Petra Resch ein.
Dirnbeck: „Ich darf Sie zur Gala einladen, ich hoffe, Sie kommen auch wieder!“
Resch: „Selbstverständlich komme ich, die Show ist ja so was von liiieb … !“
Koordination: „Sie können mit Joseph Dirnbeck gleich selbst reden!“ Das Telefon wird weitergereicht.
Firmenchef: „Ich finde die Sache, die Sie da vorhaben, sehr gut!“
Dirnbeck: „Okay, tun Sie etwas für die Kinder, dann sind wir wieder Freunde!“
Firmencef: „Und was heißt das?“
Dirnbeck: „Schreiben Sie einfach ein paar Gutscheine …!“
Er tat wie geheißen – und man war wieder gut Freund …
Dirnbeck: „Echt?!“
Zotter: „Ja, so brutal is es Lebm…!“
Herr Zotter richtet für jedes „unserer“ 25 Kinder eine Ein-Liter-Flasche leckeren Birnensafts her und übergibt das Gebinde.
Zotter: „Und dann hör ich von eich sicher eh nix mehr!“
Dirnbeck: „Nein, sicher hören Sie von uns!“
… und man liest sogar etwas von dieser Begegnung – neben einem Dankesmail. Und eingeladen war Herr Zotter zur Gala 08 auch!
Dirnbeck: „Ja, danke! Pah, die sind aber klein!“
Meister Stradner (hält vor): „Aber net, daß d‘es einstrafst!“ (hdt. einstreifen)
Dirnbeck: „Sicher nicht! Wir nehmen nicht einmal das, was unterm Nagel schwarz ist!“
Meister Stradner (brummt zufrieden): „Na, daunn is‘ scho guat …!“
Meister Stradner (brummelt zufrieden): „Mhm, host guat gmocht!“ (greift in eine Lade und holt einen winzigen – geschmiedeten (!) - Schmiedehammer heraus) „Do host a Aundenken aun an old’n Schmied!“
Dirnbeck: „Herzlichen Dank, ich werde es in Ehren halten …“
Ein Spendermail, dessen Verfasserin wir bezüglich Anonymität im Wort sind:
vielen Dank für Ihre Mail, die mich sehr berührt hat.
Wie schon telefonisch erwähnt, können wir normalerweise keine Sachspenden zur Verfügung stellen - hier machen wir aber gerne eine Ausnahme und würden Ihnen für die Kinder je 5 Gutscheine für 2 Personen für den Kinderadventrundgang sowie 30 Malbücher zur Verfügung stellen.
Bitte um kurze Information, ob das für Sie in Ordnung geht - die Malbücher sowie Gutscheine liegen ab sofort bei uns zur Abholung bereit.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre Veranstaltung und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
XXXXX
PS: Es ist nicht notwendig, uns im Programm oder auf der Homepage als Sponsor zu erwähnen, da dies, wie gesagt, eine Ausnahme sein soll. Wir freuen uns, wenn wir ein wenig zum Erfolg der Veranstaltung beitragen können!
Danke, Frau Magistra! Ihre Spende geht sehr in Ordnung. Ihre Worte berühren. Und unser Wort ist Granit.
Überschwappende Begeisterung unserer Sponsoren (Orginalmail, Tel.-Nr. gestrichen)
es freut mich sehr, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass wir uns gerne an Ihrem Aktionstag für krebskranke Kinder im „Next Liberty“ beteiligen wollen.
Um Genaueres besprechen zu können, würde ich Sie bitten, mich telefonisch noch einmal zu kontaktieren Tel. Nr. xxxxxx
Freue mich schon auf Ihren Anruf und sende in der Zwischenzeit herbstliche Grüße aus der Lipizzanerheimat
Silvia Edthofer | Gutscheinabteilung
Dirnbeck: "Bewundern Sie mich nicht, helfen Sie bitte mit!"
Betriebsleiter: "Ich helfe Ihnen ja eh mit, aber dennoch bewundere ich Ihren Antrieb!"
Dirnbeck: "Okay, Sie helfen mit, und wenn ich dann draußen bin, legen Sie eine Gedenkminute des Bewunderns ein ...!"
Schallendes Auflachen des Betriebsleiters
Alles Gute und viel Erfolg für dieses ausgesprochen schöne Projekt!
Herzliche Grüße
Susanne Haubenhofer
Mails wie das Ihre liebe ich.
Zum Einstieg gleich voll auf Angriff - super!
In der Fortsetzung viel Eigenlob - sehr schön.
Ich bitte Sie, mich im Laufe des heutigen vorm unter der Wiener Nummer 981 XX XX anzurufen.
Lg
Rudolf S.
Geschäftsführer
es freut mich sehr, von dem Erfolg Ihrer Veranstaltung zu hören. Es ist ja echt toll, wie viele Firmen einen Beitrag geleistet haben, man sollte das ja, ohne mit der Wimper zu zucken, unterstützen.
Mit den besten Grüßen
Doris Traupmann+Familie
Zwei Monate später.
2ter Bekannter: „Wie Du das mit den Firmen so hingekriegt hast - wo die Firmen heut' doch eh alle auf'm Geld sitzen - ist mir immer noch a Rätsel …!“
Dirnbeck: „Ich will ja nur wissen, was es hat!“ (locker) „Außerdem, Ihr seid ja in bester Gesellschaft, heuer sind es an die 180 Firmen …“
Schrammel: „Na, bei einem solch hartnäckigen Manager wie Ihnen wundert mich das nicht …!“
Boss Ulf Walter: "Sehen Sie, wir sind ein Wellness-Tempel. Jeder geht da glücklich raus!"
Dieser läßt sich kaum etwas erklären, weiß dennoch alles besser und zieht gegen die PdH vom Leder - wie schlecht sie nur wäre, angefangen vom grindigen Design bis zur Präsentation auf der Bühne. Geduldig wie ein Grautier nimmt Dirnbeck den braunen Schwall zur Kenntnis. Am Ende des Monologs holt der Lehrer noch schleimerisch zum Vergleich von Dirnbeck mit Karlheinz Böhm aus.
Dirnbeck (kryptisch, doch bestimmt): "Es reicht mir, e i n D i r n b e c k zu sein ...!"
Selbstredend hat dieser "schottische" Lehrer die Kinder, von denen er ja lebt, nicht einmal mit einem Cent unterstützt. Kritik ersetzt halt nicht die eigene Leistung!
Zu unserem Trost: Fast alle Lehrer sind auf unserer Seite - mit Ausnahme der neidischen (!). Doch wie heißt es so schön? Neid ist der ehrlichste Ausdruck der Anerkennung ...
Dirnbeck: "Weiß ich nicht! Wichtig ist nur: Ich komme halt immer zur richtigen Lösung!"
Wolfgang Achatz (scherzhaft): "Na, kein Wunder! Du hast ja schon ganz anderen Firmen die Hosen ausgezogen und alles auf null gedrückt!"
Manch ein Reporter verträgt keine Hartnäckigkeit.
Marketingchefin: "Ja, können Sie haben. Die Kinder müssen aber zwischen dem 27ten und 31ten Dezember da sein!"
Dirnbeck: "Nein, das geht nicht! Ich will, dass die Tickets für die Kinder individuell nützbar sind"
Marketingchefin: "Aber mit der XXX machen wir das ja auch so ..."
Dirnbeck: "Wir sind aber nicht die XXX, sondern die Poesie des Herzens!"
Marketingchefin (bestimmend): "Aber dann werden Sie es uns überlassen, unter welchen Umständen wir spenden!"
Dirnbeck (bestimmend): "Ist okay. Und Sie werden es uns überlassen, unter welchen Umständen Sie spenden können!" Abbruch
Septermber des Folgejahres. Dirnbeck läßt nicht locker.
Dirnbeck (freundlich, als ob nichts gewesen wäre): "Grüß Gott, Frau Marketingchefin! Ich möchte Sie um Tickets für heuer bitten. Übrigens, Ihre Mitbewerber waren voriges Jahr alle dabei."
Marketingchefin (hastig): "Geben Sie mir bitte die Adresse, ich schicke euch die Tickets."
Sprach's und war als erstes Unternehmen 2007 dabei. Danke!
Dirnbeck: "Aber am Anfang waren Sie da ganz schön skeptisch!"
Gattin: "Sicher! Man kann ja nicht gleich jedem Dahergelaufenen trauen ..."
Dirnbeck: "Und jetzt schon?!"
Gattin: "Na, jetzt wissen wir ja, mit wem wir es zu tun haben ..."
Sekretärin: "Ja, da werden wir schon wieder etwas finden ..."
Dirnbeck: "Und gleichzeitig darf ich Sie natürlich zur Gala einladen."
Sekretärin: "Ja, danke! Ich wollte schon letztes Jahr kommen, die Veranstaltung is' ja so was von lieb auf'zogen."
Sekretärinnen von Sappi (mit Verklärung in den Augen): "Ja, Khil ist ein guter Mensch ...!"
Wolfgang Khil: "Ja, 250 oder stärker ..."
Dirnbeck: "Oder stärker?! G'scheit! Hey, da lerne ich ja noch einiges dazu!"
Khil: "Am besten Sie fragen, ob die Händler vielleicht einen Posten - oder g'scheiter - einen Restposten haben, den sie weghaben wollen mit dieser Grammatur."
Dirnbeck (vertieft): "Restposten? Daran habe ich gar nicht gedacht! Naja, was habe ich auch davon eine Ahnung!"
Khil (wie ein Anwalt): "Ich berate Sie ja eh kostenlos ...!"
Dirnbeck bricht in schallendes Gelächter aus.
Schleich (stoisch): "Ich muss ja schauen, ob Sie die Lampen eh nicht ausgebaut haben, so wie Sie sparen ...!"
Danke, danke... Ich finde auch, dass der Kalender super geworden ist :)
Der Kalender bringt genau das rüber, was Sie ÜBERMITTELN wollen.
Freue mich schon, bald ein Exemplar zu sehen :)
Danke für die gute Zusammenarbeit!
Mit freundlichen Grüßen
Christine Tropper
Dirnbeck hält sich den Bauch vor Lachen.
Das anschließende Gespräch mit Herrn Khil, das erst für den folgenden Tag anberaumt war, verlief dagegen äußerst fruchtbar. Thx.
Und was hat man in Österreich gesagt? 'Das haben Sie ja wo abg’schrieben ...!'"
Kramer: "Abg’schrieben, gut! Dann sollen sie sagen, wo ...!"
Ein starkes Argument eines findigen Kopfes.
Wolfgang Khil (schaltet sich ein): "Sind S' vorsichtig! Der Herr ist ein begnadeter Konsument von Gratis-Dienstleistungen ..."
Und glücklicherweise leistet auch die Firma Khil gratis ihren Dienst.
Dame (Dirnbeck verteidigend): „Sicher! Bevor der die Zuckerln isst, beißt er sich die Zunge ab …“
Eine Stunde später am Männer-WC. Dirnbeck am Urinal, ebendort Franz Echer, der Chef des Lipizzanerfranzls. Dirnbeck sinniert, ob es wohl das richtige Örtchen sei, einen Sponsor anzusprechen. Dennoch - Dirnbeck fasst sich ein Herz, während beide Herren sich erleichtern:
Echer (abwiegelnd): “Ja, so zeitweis’.”
Dirnbeck: “Ich veranstalte die Weihnachtsgala für krebskranke Kinder in Graz, vielleicht könnten auch Sie da mithelfen!?”
Echer: “Bringen S’ ma die Unterlagen, dann red' ma drüber.”
Aus diesem Gespräch in kurioser Umgebung wurde das komplette Catering für die Show 2006. Lipizzanerfranzl ist mit dem Lkw (!) vorgefahren, mit allem Drum und Dran, und hat die Kinder bestens versorgt. Mittlerweile hat den Catering-Zweig eine andere Firma übernommen, die sich noch in Aufbau befindet. Lipizzanerfranzl unterstützt aber auch jetzt noch – in kleinerem Rahmen als damals - die Aktion.
Mit winterlich verregneten Grüßen
Josef E. Tschida
Der Ghost-Walker von Graz
Dirnbeck: "Wie sonst sollte man denn für die Kinder etwas erreichen, wenn man sich gleich abwimmeln ließe?!"
Abteilungsleiter: "Das ist ja okay. Es ist auch durchaus als Kompliment gemeint."
Der Anregung von Karin Eder ist es zu verdanken, dass es die "Poesie des Herzens" gibt. Ausschlaggebend war während einer Durchreise im Urlaub 2006 die Frage nach einer "günstigen" heißen Schokolade, also einem Kakao, in Heiligenblut. Daraufhin hat Karin Eder Dirnbeck freundlicherweise zu einem Kakao in den Frühstücksraum in Ihrem "Gästehaus Schober" geladen. Bei diesem Kakao wurde spontan Zusammenarbeit vereinbart.
Reaktion per Mail 3 Jahre später, nach Launch der Webseite.
Hallo, lieber Joseph!
Sei lieb gegrüßt und viel Erfolg bei Deinem Wirken.
Alles Liebe
Karin
Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Zotter
Zunächst die der Mutter eines abgebildeten Kindes (per Email):
Herzlichen Dank für den super Kalender! Er ist einfach ganz, ganz toll geworden. Die Sprüche sind sehr ergreifend. Er ist einfach nur wunderschön!!! Nochmals herzlichen Dank!
Ich wünsche Ihnen alles Liebe!
Claudia Safran
„Herr Dirnbeck, der Kalender ist wunder-, wunderschön - alles! Vor allem aber die Sprüche. Da merkt man, dass Sie Kinder lieben. Da ist so viel Weisheit, Philosophie drin ...“
Alles Gute für die Veranstaltung und mit freundlichem "Grüß Gott"
Theodor Arbeiter
Dirnbeck: „Bitte, gern geschehen! Sie sind positiver Zeuge unseres Tuns.“
Besucher: „Ich habe lange darüber nachgedacht, was wohl die Magie dieser Veranstaltung ausmache, und ich bin zum Schluss gekommen: Die Kinder haben alle ein Gesicht, doch Sie werden nicht vorgeführt.“
Dirnbeck (zustimmend): „Gratuliere! Sehen Sie, genau das ist unsere Intention...!“
Es ist nach der äußerst erfolgreichen Gala und den Weihnachtsfeiertagen 2009. Wieder eine der zahlreichen Unterredungen mit Herrn Khil - unserem "Chefkritiker". Der Druckerei-Boss ist alleine anwesend, die Firma ist auf Urlaub. Dirnbeck schneit herein.
Herr Khil peitscht ein. Dirnbeck ist ganz Ohr.
Khil (beschließend): "Und nächstes Jahr muss es in dieser Tonlage hurtig weitergehen! Verstehen Sie?!"
Dirnbeck (affirmativ): "Herr Khil, ich höre Ihnen doch aufmerksam zu."
Khil (lauter): "Na, das will ich auch hoffen!"
Khil redet sich warm. Dirnbeck versucht daraufhin, mehrere Einwürfe anzubringen, vergeblich.
Dirnbeck: "Herr Khil, Sie lassen mich ja überhaupt nicht zu Wort kommen ..!"
Wolfgang Khil (voll in Fahrt): "NOTWEHR ist das! NOTWEHR!! Sonst gar nichts!"
Dirnbeck versucht Herrn Khil zu kalmieren, indem er den Fleiß anspricht.
Dirnbeck: "Haben Sie gesehen, Herr Khil? Am Heiligen Abend habe ich Ihnen um halb vier wegen der Promotion noch ein Mail geschrieben!"
Khil: "Ja, habe ich! Ich habe mir gedacht: 'Naja, der hat halt keine Familie' ...!"
Dirnbeck: "Na super!" - Leicht stolz: "Und über die Weihnachtsfeiertage habe ich 30 neue Sprüche geschrieben!"
Khil: "Da können Sie ja ordentlich klopfen!"
Dirnbeck: "Herr Khil, wir klopfen keine Sprüche, ich schreibe sie schon für den künftigen Kalender, und vielleicht wird ein Buch daraus! Apropos schreiben. Haben Sie etwas zum Schreiben? Ihre Wuchteln muß ich festhalten - für die Nachwelt."
Khil sucht und beruhigt sich, Dirnbeck schreibt und geht.
Dirnbeck (etwas betreten in der Tür, im Zurückschauen): "Danke, Herr Khil! Tut mir leid, ich war nur auf dem Weg vorbei."
Khil: "Ja, mir auch ..."
Dirnbeck lacht. Khil auch - allerdings etwas säuerlich…
Landtagswahl 2010. Dirnbeck trifft bei der Wahlwerbung den Sekretär einer Partei und bittet ihn um eine Verlinkung der Webseite.
Der Sekretär weist Dirnbeck teils scherzhaft zurecht: „Das heißt nicht verlinken, sondern verrechten! Wir werden alle verrechten!“
Dirnbeck (schaut wie ein Autobus, fasst sich aber): „Aha! Uns ist das einerlei, ob rinks oder lechts, wir sind überparteilich.“
Sekretär (etwas neugierig): „Wer ist 'wir'?“
Dirnbeck: „Wir sind die „Poesie des Herzens“. (schlagfertig) Und wir tragen das Herz links, doch am rechten Fleck“
Sekretär: „Recht so!“
Dirnbeck (widerspricht): „Nicht recht so! Wir tragen das linke Herz am rechten Fleck für die Kinder. Das nenne ich überparteilich!“
Und bis heute sind wir weder verlinkt noch verrechtet. *lol*
Dirnbeck will während der Dienstzeit am Nachmittag kurz beim Firmenchef Wolfgang Khil vorsprechen. Dieser ist eher weniger „amused“.
Wolfgang Khil (fällt ins Wort): „Privataudienzen ausnahmslos nach 18 Uhr, das gilt auch für Sie!“
Dirnbeck (heischt um Verständnis): „Herr Khil, ich bitte Sie, wenn ich schon da bin...“
Wolfgang Khil (bleibt hart): „Herr Dirnbeck, wie stellen Sie sich das vor? Ich bin im Stress! Machen Sie sich draußen mit der Maschin' an Kaffee – und dann möge Sie der Tsunami holen...!“
Khil hat dann Dirnbeck „gnädigerweise in Privataudienz empfangen“ – nach 18 Uhr!
Frau Sekretärin (böhmakelnd, klug, sofort auf Ballhöhe): „Ja, der war so liieb, ein Kunstwerk.“
Dirnbeck (ungläubig): „Wie, bitte?“
Frau Sekretärin (mit leichtem Nachdruck): „Ja, Ihre Einladung, die war wie ein Kunstwerk! Also meinen Geschmack haben Sie da voll getroffen...“
In den Chefetagen sitzen blitzgescheite Leute (nicht allein in Wien), doch unser Vorteil: Wir schleimen nicht, denn kluge Menschen überlauern das. Was bleibt, ist lediglich Verblüffung.

